Verwaltungsgebäude World Intellectual Property Organization - WIPO / OMPI

Bauherr        _World Intellectual Property Organization

Jahr              _2007 - 2012 Ausführungsplanung, künstlerische und technische Oberleitung für Behnisch Architekten

BGF              _47.140 m2

 

 

Das neue Verwaltungsgebäude für die World Intellectual Property Organization (WIPO), einer internationalen Organisation, deren Aufgabe der Schutz des geistigen Eigentums ist, liegt unweit des Genfer Sees im Internationalen Viertel von Genf, in unmittelbarer Nähe zum Europäischen Hauptsitz der UNO sowie dem bestehenden WIPO-Hauptquartier am Place des Nations. Das Grundstück ist umgeben von altem Baumbestand, parkähnlichen Gärten und kleinmaßstäblicher Wohnbebauung.

 

Die Bürobereiche für die gut 500 Mitarbeiter sind hoch flexibel ausgebildet. Einzel- und Gruppenbüros  sind um drei großzügige Atrien herum und entlang der Außenfassaden angeordnet, sodass sie von zwei Seiten mit Tageslicht versorgt werden können. Zweigeschossige Innengärten und offene Treppen in den Atrien bieten, zusammen mit Orten der Begegnung in den Bürogeschossen, vielfältige Möglichkeiten für informelle Kommunikation unter den Mitarbeitern.

 

Im Erdgeschoss befinden sich ein Restaurant mit 300 Plätzen und Konferenzbereiche mit Dolmetscherkabinen. Die Bibliothek ist im ersten Obergeschoss untergebracht und vom Empfang aus gut zu erreichen. Rein intern zu nutzende Bereiche wie Archive, Anlieferung, Parkplätze für Beschäftigte der WIPO, technische Anlagen und sonstige Service-Bereiche sind in den Untergeschossen angeordnet.

 

Ein großzügiger Verbindungsgang auf Ebene des ersten Untergeschosses mit Spiegel- und Leuchtwänden sowie verglasten Oberlichtern verbindet das neue Verwaltungsgebäude mit dem bestehenden Gebäudekomplex.

 

Zwischen Neubau und Bestand wurden fünf unterirdische Geschosse mit weiteren Parkplätzen realisiert.

 

Das neue Verwaltungsgebäude ist nachhaltig konzipiert und nutzt natürliche Ressourcen für das Klimakonzept. So wird das Wasser des Genfer Sees mithilfe von Wärmetauschern zur Kühlung eingesetzt, die Betonbodendecken im Erdgeschoss sind thermisch aktiviert, Abluft entweicht auf natürlichem Wege durch den Kamineffekt, Büros und öffentliche Bereiche werden natürlich belichtet. Zusätzlich sorgen lichtlenkende Sonnenschutzlamellen auf den Glasdächern für eine optimierte Tageslichtausnutzung. Hoch isolierte Glasfassaden mit innenliegendem Blendschutz kontrollieren den Wärmeeintrag auf natürliche Weise.