Bettenhaus Tropenklinik Tübingen

1. Preis

Bauherr        _Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V.

Jahr              _2012 mit tmk Architekten + S. Platsch

BGF              _7.125 m2

 

 

Das Gebäude ist als Teil der Landschaft konzipiert, großzügige Terrassen umfassen das Gebäude und gehen auf unterschiedlichen Niveaus in das Gelände des attraktiv gestalteten Parks über. Die geknickte Gebäudeform löst sich gestalterisch bewusst vom Altbau und lässt die Landschaft bis ins hell belichtete Atrium hineinfließen.

Ein großzügiger, zweigeschossiger Luftraum verbindet die Atriumsebene mit der Eingangsebene und mit den Gärten im Süden, sodass immobile Patienten die Landschaft ebenfalls erleben können.

Der Neubau wird bewusst vom Altbau abgerückt, um dem neu gestalteten Vorplatz alle Blickbeziehungen direkt freizugeben.
Die Anbindung der beiden formal eigenständigen Gebäude findet lediglich in der neuen Eingangsebene und im Untergeschoss über einen Verbindungsgang (bettengängige Anbindung der bestehenden Ambulanzen des Altbaus mit dem Pflegeebenen des Neubaus sowie logistische Anbindung der Essensversorgung) statt.


Beim Betreten des Gebäudes erhält man einen beeindruckenden Ausblick über Tübingen sowie einen Blick in den Park und auf die Patientengärten.

Auf dem Weg vorbei am Café zur zentralen Erschließung werden diese Blickbeziehungen ansprechend inszeniert und helfen dadurch bei der Orientierung innerhalb des Gebäudes.
Das zentrale, begrünte Atrium wird durch die Anordnung der Treppen und Aufzüge zum Herzstück der vertikalen Erschließung.

Die daran angegliederten, offen gestalteten Pflegestützpunkte und Patientenaufenthaltsräume werden durch die Sichtbeziehungen in sämtliche Richtungen zu wichtigen Treffpunkten für Patienten, Besucher und Mitarbeiter und ermöglichen zudem die Erschließung der Terrassenbereiche oder der Parkflächen.
Daran schließen jeweils drei Pflegeeinheiten mit 10 Betten an, die in sich abgeschlossen sind und dadurch kurze Wege für das Personal gewährleisten.


Alle Treppenhäuser können durch die Höhenstaffelung des Neubaus direkt ins Freie geführt werden, auf allen Ebenen sind Fluchtwege über Terrassen und Balkone mit Anbindungen an das Gelände möglich. Auch der Altbau wird teilweise über die neuen Terrassen entfluchtet.

Das Farb- und Materialkonzept orientiert sich an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer und sollte grundsätzlich sonnig, hell und freundlich gestaltet sein und wird in enger Abstimmung mit dem Bauherrn rechtzeitig verifiziert.